© Südostbayerischer Brennerverband
Generalversammlung 2017
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Mehr   als   100   Mitglieder,   also   rund   18   Prozent,   sind   binnen   Jahresfrist   aus   dem   Südostbayerischen   Verband   der   Obst-   und Kleinbrenner   ausgetreten.   Auslöser   war   die   vor   einem   Jahr   beschlossene   Erhöhung   des   Jahresbeitrags   von   25   auf   65   Euro.   Sie wurde   notwendig,   um   die   Stelle   einer   Geschäftsführerin   zu   schaffen   und   die   Geschäftsstelle   in   Töging   einzurichten.   In   der Jahreshauptversammlung   im   Trachtenheim   in   Irschenberg   sagte   Vorsitzender Andreas   Franzl,   man   habe   mit   einer Austrittswelle in   dieser   Größenordnung   gerechnet.      Die   Mitglieder   bestätigten   Franzl   aus   Oberkorb   im Landkreis   Erding   mit   großer   Mehrheit   als   Vorsitzenden;   einstimmig   wiedergewählt   wurden seine   Stellvertreterin   Brigitte   Schauer   aus   Oberfischbach   im   Kreis   Bad   Töz-Wolfratshausen und    Kassier    Christian    Stocker    aus   Tattenhausen    im    Kreis    Rosenheim.    Gewählt    wurden neben   der   engeren Vorstandschaft   auch   die   Beisitzer,   die   als Ansprechpartner   für   die   Brenner in    den    Regionen    zur    Verfügung    stehen.    Dabei    gab    es    zwei    Neuerungen:    Für    den Regierungsbezirk    Niederbayern    wird    statt    Georg    Rothbauer    künftig    Georg    Esterl    jun. zuständig   sein.   Neuer   Beisitzer   für   die   Landkreise   Traunstein   und   Berchtesgadener   Land wurde    Kajetan    Schnitzer    aus    Traunstein-Kaltenbach.    Er    löst    Klaus    Oberkandler    aus Traunstein-Kammer    ab,    der    nicht    mehr    kandidierte.        Zu    den    Austritten    hieß    es,    dass      darunter   auch   Betriebe   waren,   die   seit   Jahren   nicht   mehr   gebrannt,   ihren   Beitrag   aber   weiter bezahlt    haben.    es    gab    auch    etliche    Kündigungen,    weil    Ehepartner    von    verstorbenen    Mitgliedern    den    Beitrag    einfach weiterbezahlt   haben.   Franzl   informierte   in   seinem   Jahresbericht   auch   über   die   breitgefächerte   Arbeit   des   Verbandes,   dem Brenner   aus   Ober-   und   Niederbayern   sowie   der   Oberpfalz   angehören.      Man   habe   unter   anderem   die   Außendarstellung   auf Messen    und    Veranstaltungen    verstärkt,    weil    der    einzelne    Kleinbrenner,    dessen    Jahresumsatz    bestenfalls    im    niedrigen fünfstelligen   Bereich   liegt,   sich   einen   eigenen   Messestand   nie   leisten   könnte.   Unterstützung   erfahre   man   zunehmend   vom Bayerischen   Landwirtschaftsministerium.   Diese   Entwicklung   eingeleitet   habe   vor   etwa   fünf   Jahren   maßgeblich   der   Traunsteiner Landtagsabgeordnete   Klaus   Steiner,   der   ebenso   wie   dessen   Landtagskollegen   Otto   Lederer   und   Klaus   Stöttner   aus   Rosenheim   an der Versammlung   teilnahmen.   Breiten   Raum   in   Franzls   Bericht   nahm   die   Bayerische   Obstbrandprämierung   ein,   bei   der   es   einige organisatorische   Änderungen   gegeben   habe.   Fast   700   Destillate   wurden   mit   Unterstützung   der   Landesanstalt   für   Wein-   und Gartenbau    in    Veitshöchhein    und    der    TU    Weihenstephan-Triedorf    vorwiegend    von    Mitgliedern    des    Vereins    Bayerische Edelbrandsommeliers   vorgenommen   wurde.   Für   die   nächste   Prämierung,   die   man   wieder   gemeinsam   mit   den   Brennerverbänden aus   Lindau   und   Franken   abhalten   werde,   strebe   man   die   Gründung   einer   Dachorganisation   an.   untersucht   und   verkostet,   wobei die    sensorische    Prüfung    Geschäftsführerin    Andrea    Westenthanner    aus    Burgkirchen    informierte    über    ihre    Arbeit    in    der Geschäftsstelle   in Töging   und   über   die   Kurse,   die   auch   im   vergangenen   Jahr   sehr   gut   angenommen   worden   seien.   „Das   Interesse für   Obstbrände   steigt“,   stellte   sie   fest   und   verwies   darauf,   dass   zunehmend   junge   Leute   an   den Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Über   die   Finanzen   des   Verbandes   legte   Kassier   Christian Stocker      aus      Großkarolinenfeld      Rechenschaft      ab. Ausgaben    von    130000    Euro    standen    etwas    höhere Einnahmen     gegenüber,     so     dass     man     einen     kleinen Überschuss    erzielen    konnte.    Umweltministerin    Ulrike Scharf,   die   den   Festvortrag   in   der   Jahresversammlung halten   sollte,   hatte   kurzfristig   abgesagt.   Statt   ihrer   kam Ministerialdirigent     Gerhard     Zellner,     Abteilungsleiter Veterinärwesen. Auf   die   Kritik   an   überzogenen Auflagen für   die   Brenner   reagierte   er   mit   dem   Angebot,   in   kleiner Runde    im    Ministerium    die    Probleme    zu    erörtern    und nach   Lösungen   zu   suchen.   für   gesundheitlichen   Verbraucherschutz,   Lebensmittelsicherheit   und Fragen   zum   auslaufenden   Branntweinmonopol   und   den   künftigen   Regelungen   erörterte   Werner Albrecht   vom   Bundeslandwirtschaftsministerium   in   Bonn.   Er   stand   am   Ende   der   Versammlung den Brennern auch Rede und Antwort.

Vorstandschaft wurde im Amt bestätigt

Andreas Franzl bleibt Vorsitzender des SOB – Mehr als 100 Austritte im letzten Jahr

Vorsitzender Andreas Franzl (rechts und Kassier Christian Stocker sowie die Zweite Vorsitzende Brigitte Schauer (2. von links) mit Geschäftsführerin Andrea Westenthanner  Fast 200 Besucher waren zur Versammlung des Brennerverbandes gekommen. gab Wertvolle Informationen über gesetzliche Regelungen nach Auslaufen des Branntweinmonopols Zweite Vorsitzende Brigitte Schauer und Geschäftsführerin Andrea Westenthanner dankten den beiden ebenfalls für ihre Jahrelange Mitarbeit.
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Generalversammlung 2017
Mehr   als   100   Mitglieder,   also   rund   18   Prozent,   sind   binnen   Jahresfrist   aus   dem   Südostbayerischen   Verband   der   Obst-   und Kleinbrenner   ausgetreten.   Auslöser   war   die   vor   einem   Jahr   beschlossene   Erhöhung   des   Jahresbeitrags   von   25   auf   65   Euro.   Sie wurde   notwendig,   um   die   Stelle   einer   Geschäftsführerin   zu   schaffen   und   die   Geschäftsstelle   in   Töging   einzurichten.   In   der Jahreshauptversammlung   im   Trachtenheim   in   Irschenberg   sagte   Vorsitzender Andreas   Franzl,   man   habe   mit   einer Austrittswelle in   dieser   Größenordnung   gerechnet.      Die   Mitglieder   bestätigten   Franzl   aus   Oberkorb   im Landkreis   Erding   mit   großer   Mehrheit   als   Vorsitzenden;   einstimmig   wiedergewählt   wurden seine   Stellvertreterin   Brigitte   Schauer   aus   Oberfischbach   im   Kreis   Bad   Töz-Wolfratshausen und    Kassier    Christian    Stocker    aus   Tattenhausen    im    Kreis    Rosenheim.    Gewählt    wurden neben   der   engeren Vorstandschaft   auch   die   Beisitzer,   die   als Ansprechpartner   für   die   Brenner in    den    Regionen    zur    Verfügung    stehen.    Dabei    gab    es    zwei    Neuerungen:    Für    den Regierungsbezirk    Niederbayern    wird    statt    Georg    Rothbauer    künftig    Georg    Esterl    jun. zuständig   sein.   Neuer   Beisitzer   für   die   Landkreise   Traunstein   und   Berchtesgadener   Land wurde    Kajetan    Schnitzer    aus    Traunstein-Kaltenbach.    Er    löst    Klaus    Oberkandler    aus Traunstein-Kammer    ab,    der    nicht    mehr    kandidierte.        Zu    den    Austritten    hieß    es,    dass      darunter   auch   Betriebe   waren,   die   seit   Jahren   nicht   mehr   gebrannt,   ihren   Beitrag   aber   weiter bezahlt    haben.    es    gab    auch    etliche    Kündigungen,    weil    Ehepartner    von    verstorbenen    Mitgliedern    den    Beitrag    einfach weiterbezahlt   haben.   Franzl   informierte   in   seinem   Jahresbericht   auch   über   die   breitgefächerte   Arbeit   des   Verbandes,   dem Brenner   aus   Ober-   und   Niederbayern   sowie   der   Oberpfalz   angehören.      Man   habe   unter   anderem   die   Außendarstellung   auf Messen    und    Veranstaltungen    verstärkt,    weil    der    einzelne    Kleinbrenner,    dessen    Jahresumsatz    bestenfalls    im    niedrigen fünfstelligen   Bereich   liegt,   sich   einen   eigenen   Messestand   nie   leisten   könnte.   Unterstützung   erfahre   man   zunehmend   vom Bayerischen   Landwirtschaftsministerium.   Diese   Entwicklung   eingeleitet   habe   vor   etwa   fünf   Jahren   maßgeblich   der   Traunsteiner Landtagsabgeordnete   Klaus   Steiner,   der   ebenso   wie   dessen   Landtagskollegen   Otto   Lederer   und   Klaus   Stöttner   aus   Rosenheim   an der Versammlung   teilnahmen.   Breiten   Raum   in   Franzls   Bericht   nahm   die   Bayerische   Obstbrandprämierung   ein,   bei   der   es   einige organisatorische   Änderungen   gegeben   habe.   Fast   700   Destillate   wurden   mit   Unterstützung   der   Landesanstalt   für   Wein-   und Gartenbau    in    Veitshöchhein    und    der    TU    Weihenstephan-Triedorf    vorwiegend    von    Mitgliedern    des    Vereins    Bayerische Edelbrandsommeliers   vorgenommen   wurde.   Für   die   nächste   Prämierung,   die   man   wieder   gemeinsam   mit   den   Brennerverbänden aus   Lindau   und   Franken   abhalten   werde,   strebe   man   die   Gründung   einer   Dachorganisation   an.   untersucht   und   verkostet,   wobei die    sensorische    Prüfung    Geschäftsführerin    Andrea    Westenthanner    aus    Burgkirchen    informierte    über    ihre    Arbeit    in    der Geschäftsstelle   in Töging   und   über   die   Kurse,   die   auch   im   vergangenen   Jahr   sehr   gut   angenommen   worden   seien.   „Das   Interesse für   Obstbrände   steigt“,   stellte   sie   fest   und   verwies   darauf,   dass   zunehmend   junge   Leute   an   den Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Über   die   Finanzen   des   Verbandes   legte   Kassier   Christian Stocker      aus      Großkarolinenfeld      Rechenschaft      ab. Ausgaben    von    130000    Euro    standen    etwas    höhere Einnahmen     gegenüber,     so     dass     man     einen     kleinen Überschuss    erzielen    konnte.    Umweltministerin    Ulrike Scharf,   die   den   Festvortrag   in   der   Jahresversammlung halten   sollte,   hatte   kurzfristig   abgesagt.   Statt   ihrer   kam Ministerialdirigent     Gerhard     Zellner,     Abteilungsleiter Veterinärwesen. Auf   die   Kritik   an   überzogenen Auflagen für   die   Brenner   reagierte   er   mit   dem   Angebot,   in   kleiner Runde    im    Ministerium    die    Probleme    zu    erörtern    und nach   Lösungen   zu   suchen.   für   gesundheitlichen   Verbraucherschutz,   Lebensmittelsicherheit   und Fragen   zum   auslaufenden   Branntweinmonopol   und   den   künftigen   Regelungen   erörterte   Werner Albrecht   vom   Bundeslandwirtschaftsministerium   in   Bonn.   Er   stand   am   Ende   der   Versammlung den Brennern auch Rede und Antwort.

Vorstandschaft wurde im Amt bestätigt

Andreas Franzl bleibt Vorsitzender des SOB – Mehr als 100 Austritte im letzten Jahr

Vorsitzender Andreas Franzl (rechts und Kassier Christian Stocker sowie die Zweite Vorsitzende Brigitte Schauer (2. von links) mit Geschäftsführerin Andrea Westenthanner  Fast 200 Besucher waren zur Versammlung des Brennerverbandes gekommen. gab Wertvolle Informationen über gesetzliche Regelungen nach Auslaufen des Branntweinmonopols Zweite Vorsitzende Brigitte Schauer und Geschäftsführerin Andrea Westenthanner dankten den beiden ebenfalls für ihre Jahrelange Mitarbeit.