| Die altbayerischen Obstbrände haben zwischen
38% und 45% vol. Alkohol. Dieser ist als Träger der zahlreichen
Geschmacks- und Aromastoffe sehr wichtig. Es ist dem Brenner und seiner Nase
überlassen wie stark er seinen Schnaps einstellt. Der Alkohol entsteht
bei der Gärung der Obstmaische. Hefepilze verarbeiten den Zucker der
Frucht zu Alkohol und CO2. Je höher die Öchslegrade (der Zuckergehalt)
der Maische sind, um so höher wird die Alkoholausbeute. Deshalb ist der
Brenner auf gesundes und vollreifes Obst angewiesen. |

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Alkohol und Aromastoffe werden nach einer gewissen
Reifezeit der vergorenen Maische bei 80 bis 95°C vorsichtig und langsam
destilliert. |
| Die Qualität des voralpenländischen Obstes
liegt weniger im hohen Zuckergehalt und der damit verbundenen hohen
Alkoholausbeute, als vielmehr in der unerschöpflichen Sorten- und
Geschmacksvielfalt und der daraus resultierenden Würzigkeit. |